Wie viel weißt du über die Bedeutung der Unterarten?

Weniger ist mehr“. Was das bedeutet fragst du? Nun zwischen den Zeilen heißt es: „weniger ist besser”.

Hast du je daran gedacht das Bienen seit Millionen von Jahren existieren und erst heute besonders gefährdet sind? In unserem letzten Artikel beschrieben wir Varroa, Wir wollten euch dazu ermutigen darüber nachzudenken wie sehr bestimmte Aktionen der Menschen die Balance der Natur stören. Heute wollen wir diesen weg noch etwas weiter gehen und euch über das Genetische Erbe der Bienen und deren Unterarten nachdenken lassen. Genetisches Erbe und Unterarten. Ob das ein zäher und schwieriger Artikel ist? Eigentlich nicht. Dieses Thema gehört zu jenen welche in den Imkereiseminaren ich besuchte, besonders häufig vorkamen. Für mich war das komplettes Neuland und ich würde diese Wissen gern mit euch teilen, um einen immer umfassenderen Überblick zur Welt der Bienen zu erhalten. Wie denkst du darüber?

Handelt es sich bei Bienen um gezähmte Tiere? Eine Rasse oder eine Unterart?

Die Bienen die einem Imker gehören, leben eigentlich nur freiwillig in den aufgestellten Behausungen, bei Kost & Logis. Bienen sind nicht domestiziert sondern gelten als wilde Tiere. Tatsächlich finden sie ihr Futter allein, vermehren sich auch in Abwesenheit des Menschen ohne Probleme… Deshalb sprechen wir bei Bienen auch von Unterarten, Sie werden nicht nach ihrer Ahnenliste unterschieden, wie zum Beispiel unsere Haustiere. Diese Unterarten sind alle ein klein wenig verschieden. Die, manchmal nur minimalen, Unterschiede werden von der jeweiligen Umgebung mitbestimmt. Du willst wissen warum das so ist? Nun, die Umgebung, deren Eigenheiten und Schwierigkeiten machen es notwendig das die Bienen sich anpassen. Dies alles resultiert in einem besonders soliden und ausgeglichenen Erbgut. Dies ist Mutter Naturs Antwortstrategie auf die sich ständigen im Wechsel befindlichen Umweltveränderungen.

Hybride: die buckfast Biene

An diesem Punkt angekommen fragst du dich vielleicht: wo ist das Problem? Es gibt Unterarten welche OK sind und dann gibt es noch etwas anderes das nicht OK ist? Richtig, wie vom Imkereiexperten Mr. Fontana erklärt: Es gibt echte Bienenhybriden, ein Menschengemachter Mix. Diese Tragen unnatürliches „Alien“-Erbgut. Brother Adam sollte der erste Name sein der dir zum Thema Bienenhybride einfällt. Er war Imker und ein Religiöser Mann in der Abtei zu Buckfast, in Großbritannien. Zu beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in seiner Region ein Problem mit Milben(Acarapis Woodi). Diese verursachten den Tod von sehr vielen Honigbienen. Um das Problem zu lösen importierte er Bienen aus aller Welt, welche gegen diese Milbe resistent sind, um daraus einen besonders resistenten genetischen Mix zu erzeugen. So entstand die Buckfast Biene. Diese Biene hat die Vorteilhafte Eigenschaft besonders ruhig und friedlich zu sein. Nichtsdestotrotz gibt es ein Problem: in den folgenden Generationen wird sie oft sehr aggressiv. Außerdem sammelt sie relativ wenig Vorräte und braucht viel Futter vom Imker für den Winter. Das Problem entsteht dadurch das dieser zusammengewürfelte Genpool einfach zu viele Möglichkeiten zulässt. Vom gegenwärtigen Verhalten des Volkes lässt sich nicht absehen wie es sich in der folgenden Generation verhält.

Artenvielfalt und Unterarten schützen

Auch das trägt zum Schutz der Artenvielfalt bei: der Schutz lokaler Unterarten und die Hybridisierung zu verhindern. Bedenke: wir sprechen hier nciht von Wissenschaftlern in ihrem Labor. Viele Imker handeln Bienenköniginnen über Kontinente hinweg, auch das hat weitreichende Konsequenzen und verursacht Probleme. Eine Königin zu kaufen ist nichts schlimmes, allerdings doch besser von einem eher regionalen Imker. Dabei geht es natürlich nicht um Rivalitäten. Es geht nicht um „die Deutsche Biene ist besser als die Italienische“ oder die Sächsische Binen ist besser als die Bayrische“. Die Lokale Bienenunterart ist schlicht immer die bessere Wahl. Die Biene welche in einer Bestimmten Region vorkommt hat genau die richtigen Eigenschaften um in dieser Region überleben zu können. Wir müssen die natürliche Balance erhalten, für den Artenschutz.

Die Artenvielfalt ist sowohl Maschine als auch Produkt der Evolution

Natur ist kein Bild, eher wie ein Film.

Die Welt verändert sich einfach immer weiter.

hast du verstanden wie wichtig die Unterarten sind?

Die Natur mach alles ganz von allein. Schon immer verändert und entwickelt sie ohne Hilfe. Vielleicht wäre es besser sie einfach machen zu lassen. Kannst du dem zustimmen? Es ist einfach zu riskant mit den Genen zu experimentieren und Unterarten um die Welt zu schicken. Dies würde bedeuten sich selbst über alles andere zu stellen. Wie auch der Experte Mr. Fontana sagte: „Die einzige Selektion die wir mit diesen Tieren machen sollten, ist aufzuhören zu selektieren!“. Dies wäre ein großer Schritt die Artenvielfalt der Bienen zu erhalten. Dies ist wichtig für den Schutz der Bienen und den des gesamten Ökosystems. Deshalb. ein definitives Ja zu der Frage am Beginn „weniger ist besser“… denkst du nicht auch so? Hinterlasse uns einfach einen Kommentar, wenn du deine Gedanken zu diesem Thema teilen möchtest. Wir sind immer glücklich von euch zu lesen!😊

fühl dich gedrückt,

die Gaeblini

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